"Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist"

Arnold R. Beisser
Fachbeitrag,  Gesundheit & Vitalität,  Psychotherapie

Hypnosystemisches Arbeiten in der systemischen Familientherapie

Hypnosystemische Therapie verbindet Methoden der Erickson’schen Hypnotherapie mit systemischen und lösungsorientierten Konzepten. Im Mittelpunkt stehen nicht vermeintliche Defizite, sondern Ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und persönlichen Ressourcen.

Hypnose und therapeutische Trance

Hypnotische Zustände sind natürliche Formen veränderter Aufmerksamkeit. Ähnliche Erfahrungen kennen viele Menschen aus ihrem Alltag – etwa beim konzentrierten Lesen, beim Musikhören oder wenn sie ganz in eine Tätigkeit vertieft sind.

In einer therapeutischen Trance kann sich die Aufmerksamkeit unterschiedlich ausrichten. Manchmal ist sie stark gebündelt, vergleichbar mit einem Teleobjektiv, das einen bestimmten Ausschnitt besonders deutlich sichtbar macht. In anderen Momenten wird die Wahrnehmung weiter, sodass innere Bilder, Gefühle, Körperempfindungen und neue Zusammenhänge leichter zugänglich werden können.

Ein solcher Zustand kann dabei unterstützen,

  • belastende Erlebens- und Reaktionsmuster besser zu verstehen,
  • vorhandene Fähigkeiten und hilfreiche Erfahrungen zu aktivieren,
  • neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln,
  • körperliche und emotionale Signale bewusster wahrzunehmen,
  • innere Sicherheit und Selbstwirksamkeit zu stärken.

Hypnose bedeutet weder Schlaf noch Bewusstlosigkeit. Sie behalten jederzeit die Kontrolle, können sprechen, Entscheidungen treffen und eine Übung unterbrechen.

Therapeutische Hypnose erfolgt ausschließlich mit Ihrem Einverständnis und orientiert sich an Ihren persönlichen Anliegen, Bedürfnissen und Grenzen.

Ursprünge und therapeutische Haltung

Die moderne Hypnotherapie wurde wesentlich durch den US-amerikanischen Arzt und Psychotherapeuten Milton H. Erickson geprägt. Er ging davon aus, dass Menschen bereits über viele der Fähigkeiten verfügen, die sie für Veränderungsprozesse benötigen. In belastenden Situationen kann der Zugang zu diesen Fähigkeiten jedoch vorübergehend eingeschränkt sein.

Therapie bedeutet in diesem Verständnis nicht, dass ein Mensch von außen „repariert“ werden muss. Vielmehr geht es darum, den Zugang zu eigenen Kompetenzen, hilfreichen Erfahrungen und persönlichen Lösungsmöglichkeiten wiederzuentdecken und zu erweitern.

Kognitives Verstehen ist dabei wichtig. Für nachhaltige Veränderungen kann es jedoch hilfreich sein, neue Einsichten nicht nur gedanklich, sondern auch emotional, körperlich und bildhaft zu erleben.

Mein hypnosystemischer Arbeitsansatz

Ich arbeite nach dem hypnosystemischen Konzept von Gunther Schmidt. Dieser Ansatz verbindet die ressourcen- und lösungsorientierte Hypnotherapie nach Milton H. Erickson mit systemischen und konstruktivistischen Methoden.

Beschwerden werden dabei nicht ausschließlich als Störungen betrachtet. Häufig können sie auch als ursprünglich sinnvolle Schutz- oder Bewältigungsreaktionen verstanden werden, die unter den gegenwärtigen Lebensbedingungen nicht mehr ausreichend hilfreich sind.

Gemeinsam untersuchen wir,

  • welche Funktion ein bestimmtes Erleben oder Verhalten erfüllt,
  • welche Bedürfnisse und Schutzmechanismen damit verbunden sind,
  • welche vorhandenen Fähigkeiten bisher nicht ausreichend zugänglich sind,
  • wie passendere und entlastende Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden können.

Grundlage der Zusammenarbeit sind Wertschätzung, Transparenz und eine Begegnung auf Augenhöhe. Sie bestimmen das Ziel, das Tempo und die Grenzen des therapeutischen Prozesses.

Ich unterstütze Sie mit meinem fachlichen Wissen. Sie bleiben dabei die Expertin beziehungsweise der Experte für Ihr eigenes Erleben.

Mögliche Methoden

Eine formale Hypnoseeinleitung ist nicht immer erforderlich. Hypnosystemische Interventionen können behutsam in das therapeutische Gespräch integriert werden.

Abhängig von Ihrem Anliegen können beispielsweise folgende Methoden eingesetzt werden:

  • Arbeit mit inneren Anteilen, etwa mit einem kritischen, ängstlichen, ärgerlichen oder fürsorglichen Anteil
  • Imaginationen und Tranceübungen, beispielsweise zur Entwicklung eines inneren sicheren Ortes
  • Metaphern, Geschichten und bildhafte Vorstellungen
  • Arbeit mit Körperhaltung, Bewegung und Körperwahrnehmung
  • Gegenüberstellung von belastenden und hilfreichen Erlebniszuständen
  • Timeline- oder Lifeline-Arbeit zur räumlichen Darstellung wichtiger Lebensereignisse
  • Fragen nach Ausnahmen und Unterschieden, etwa danach, was ein belastendes Gefühl verstärkt oder abschwächt
  • Aktivierung früherer Erfahrungen von Sicherheit, Kompetenz und erfolgreicher Bewältigung
  • Entwicklung konkreter Zukunftsbilder und nächster Handlungsschritte

Welche Methode sinnvoll und passend ist, wird gemeinsam besprochen. Nicht jede Übung eignet sich für jeden Menschen oder für jeden Zeitpunkt.

Abgrenzung zur Bühnenhypnose

Bühnen- und Showhypnose dient in erster Linie der Unterhaltung. Die Situation wird durch Publikum, Gruppendynamik, Erwartungshaltungen und die Auswahl besonders mitwirkungsbereiter Personen geprägt.

Klinische beziehungsweise psychotherapeutische Hypnose verfolgt hingegen ausschließlich therapeutische Ziele. Sie findet in einem geschützten und professionellen Rahmen statt und orientiert sich an Ihrem Auftrag, Ihren Bedürfnissen und Ihrer persönlichen Belastbarkeit.

Bloßstellung, Manipulation oder Kontrollverlust haben in der psychotherapeutischen Arbeit keinen Platz.

Auch Versprechen schneller Wunderheilungen oder vermeintlich gesicherte „Rückführungen in frühere Leben“ gehören nicht zu meinem therapeutischen Angebot.

Hypnosystemisches Arbeiten ist kein magisches Verfahren, sondern eine verantwortungsvoll eingesetzte psychotherapeutische Arbeitsweise, die Veränderungsprozesse unterstützen und den Zugang zu vorhandenen Ressourcen erleichtern kann.

Ich arbeite ressourcen- und lösungsorientiert, unter Einhaltung der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht (§ 45 PThG, 2024) und im Rahmen kontinuierlicher fachlicher Supervision.

Wissenschaftlich fundiert. Kreativ. Achtsam. In der Therapie erhalten Klienten den Raum, der notwendig ist, damit Entwicklung und Veränderung möglich werden. Dabei setze ich achtsam vielfältige, erprobte und wissenschaftlich fundierte Methoden ein – abgestimmt auf die jeweilige Situation und Persönlichkeit.

Hinweis: Die Psychotherapie erfolgt gemäß  PThG im Rahmen einer Ausbildung unter Supervision. Eine medizinische oder psychiatrische Diagnose wird nicht gestellt. Bei Bedarf erfolgt eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit externen Fachstellen.

MA-Art®bietet Ihnen:

    • kostenfreies telefonisches Informationsgespräch von 20 Minuten zur ersten Orientierung.
    • Einfühlsame therapeutische Begleitung in einer ruhigen, achtsam gestalteten Umgebung.
    • Flexible Terminvereinbarung und individuell maßgeschneiderte Therapieangebote
    • Individuell abgestimmte Therapiedauer und Frequenz
    • Kurzfristige Termine für dringende Anliegen sowie für eine entlastende Erstkonsultation und Orientierung
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Die Praxis bei Gänserndorf (2253 Weikendorf, Kirchensteig 1) ist bequem und schnell mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Auto erreichbar – siehe Anfahrt.

– Nur 5 Gehminuten vom Bahnhof Weikendorf-Dörfles
– 1 Minute von der Bushaltestelle Fasanweg
– Gratis Parkplätze direkt vor dem Haus

🚉 Kurze Anreisezeiten (inkl. Gehweg):
– 10 Minuten aus Gänserndorf oder Angern
– 30 Minuten ab Wien Floridsdorf oder Hohenau
– 25 Minuten ab U1 Leopoldau

 

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