Miriam Auer, Psychotherapeutin, mit Klemmbrett und Checkliste in Gespräch mit einem Paar im Beratungsraum
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Elterncoaching bei ADHS & Autismus | MA-Art Weikendorf

ELTERNCOACHING · PSYCHOSOZIALE BERATUNG

Elterncoaching bei AD(H)S, Autismus & Neurodivergenz

Mehr Orientierung im Alltag. Weniger Eskalation. Lösungen, die zur Familie passen.

Wenn Morgenroutinen jeden Tag Kraft kosten, Hausübungen regelmäßig eskalieren, Schule zum Dauerthema wird oder Eltern ständig zwischen Verständnis, Konsequenz und Erschöpfung schwanken, helfen allgemeine Erziehungstipps oft wenig.

Im Elterncoaching betrachten wir Ihre konkrete Familiensituation: Was belastet? Was funktioniert bereits? Welche Bedürfnisse stehen hinter schwierigen Situationen – und welche Veränderungen sind im tatsächlichen Alltag umsetzbar?

Kostenfreies Orientierungsgespräch · freie Termine

Elterncoaching ist kein Erziehungskurs

Es geht nicht darum, Eltern zu erklären, wie sie ihr Kind „richtig erziehen“ sollen. Besonders bei neurodivergenten Kindern greifen Standardrezepte häufig zu kurz.

Ziel ist vielmehr, Verhalten und Belastung besser zu verstehen, individuelle Lösungen zu entwickeln und Eltern wieder mehr Handlungssicherheit zu ermöglichen.

Wann kann Elterncoaching hilfreich sein?

Eine Diagnose ist dafür nicht erforderlich. Entscheidend ist, dass der Familienalltag zunehmend belastend oder schwer zu gestalten ist.

Routinen funktionieren nicht
Morgen, Schlafengehen, Anziehen, Essen oder Hausübungen werden regelmäßig zum Konflikt.
Starke Gefühle & Meltdowns
Überforderung, intensive Gefühlsausbrüche oder Rückzug bestimmen zunehmend den Alltag.
Schule belastet
Hausübungen, Leistungsdruck, Konflikte, Reizüberlastung oder Gespräche mit der Schule werden schwierig.
Kommunikation eskaliert
Anforderungen führen häufig zu Widerstand, Streit oder gegenseitigem Unverständnis.
Eltern sind erschöpft
Sie wissen eigentlich viel – haben im belastenden Moment aber kaum noch Kraft für die Umsetzung.
AD(H)S oder Autismus wird vermutet
Sie möchten bereits jetzt besser verstehen, was Ihrem Kind helfen könnte – auch während Sie auf eine Diagnostik warten.

Bei Neurodivergenz braucht es oft andere Fragen

Bei AD(H)S, Autismus und anderen neurodivergenten Wahrnehmungs- und Verarbeitungsweisen ist ein Verhalten nicht immer sinnvoll über „will nicht“, „hört nicht“ oder „muss konsequenter lernen“ zu erklären.

Hilfreicher können Fragen sein wie: Ist die Anforderung gerade zu groß? Sind zu viele Reize vorhanden? Ist der Übergang zu plötzlich? Fehlt Orientierung? Ist das Kind bereits erschöpft? Ist die Sprache zu komplex? Braucht es eine Pause?

Das bedeutet nicht, dass es keine Regeln oder Grenzen geben soll. Es bedeutet, Anforderungen so zu gestalten, dass das Kind sie überhaupt bewältigen kann.

Woran wir konkret arbeiten können

Nicht jede Familie braucht alles. Wir setzen dort an, wo im Alltag tatsächlich Belastung entsteht.

Struktur & Routinen

  • Morgen- und Abendabläufe
  • Hausübungen und Lernen
  • Übergänge vorbereiten
  • visuelle Pläne und Checklisten
  • Aufgaben überschaubar machen

Reiz- & Emotionsregulation

  • Frühzeichen erkennen
  • Überlastung vorbeugen
  • Pausen und Rückzug ermöglichen
  • Meltdowns sicher begleiten
  • nach belastenden Situationen wieder regulieren

Kommunikation & Kooperation

  • klare und verständliche Sprache
  • Wahlmöglichkeiten sinnvoll einsetzen
  • Bedürfnisse und Grenzen ausdrücken
  • Konflikte besser verstehen
  • weniger Eskalation im Alltag

Schule & Kindergarten

  • Gespräche vorbereiten
  • Belastungen konkret beschreiben
  • geeignete Unterstützungen sammeln
  • Nachteilsausgleich einordnen
  • Informationen für Schule strukturieren

Stärken & Selbstwert

  • Ressourcen sichtbar machen
  • Erfolgserlebnisse ermöglichen
  • Defizitblick reduzieren
  • Interessen als Ressource nutzen
  • Selbstvertrauen unterstützen

Entlastung der Familie

  • Aufgaben sinnvoll verteilen
  • Geschwister mitdenken
  • elterliche Belastungsgrenzen beachten
  • Prioritäten setzen
  • nicht alles gleichzeitig verändern

Wenn starke Überlastungsreaktionen den Alltag bestimmen

Ein Meltdown ist keine bewusste Provokation. Wenn Reize, Anforderungen und Stress die verfügbaren Regulationsmöglichkeiten übersteigen, helfen Diskussionen, Ermahnungen oder Konsequenzen im akuten Moment meist wenig.

Im Elterncoaching können wir gemeinsam Frühzeichen, typische Auslöser und Möglichkeiten zur Prävention, Begleitung und Nachbereitung betrachten.

Meltdown im Alltag: verstehen & begleiten →

Wenn Schule zum Dauerthema wird

Eltern geraten leicht zwischen die Bedürfnisse ihres Kindes und die Anforderungen der Schule. Hilfreich ist dann häufig, konkrete Situationen zunächst zu sortieren: Was passiert? Wo entsteht der Nachteil? Was wurde bereits versucht? Welche Veränderung könnte tatsächlich helfen?

Wir können Gespräche vorbereiten, Beobachtungen strukturieren und mögliche Unterstützungsmaßnahmen sammeln. Entscheidungen über schulische Maßnahmen trifft jedoch die Schule bzw. die jeweils zuständige Stelle.

Nachteilsausgleich bei AD(H)S & Autismus →

Auch während Sie auf eine Diagnostik warten

Wartezeiten auf eine AD(H)S- oder Autismusabklärung können lang sein. Eltern müssen deshalb nicht bis zur Diagnose warten, bevor sie den Alltag entlastender gestalten.

Im Coaching können bereits vorhandene Beobachtungen sortiert, konkrete Belastungen betrachtet und alltagstaugliche Veränderungen erarbeitet werden. Eine diagnostische Beurteilung selbst erfolgt nicht im Elterncoaching.

Wege zur Diagnose bei AD(H)S & Autismus →

Finanzielle Unterstützungen

Bei erhöhtem Unterstützungsbedarf können je nach Voraussetzungen unterschiedliche Leistungen wie erhöhte Familienbeihilfe, Pflegegeld oder andere Unterstützungen infrage kommen.

Finanzielle Hilfen für Familien →

Fachinformationen zu Neurodivergenz

Wenn Sie zunächst besser verstehen möchten, was Autismus, AD(H)S oder neurodivergentes Erleben bedeuten können, finden Sie dazu vertiefende Informationen.

MA-Art® Kompetenzpraxis Neurodivergenz →

Praktische Werkzeuge – individuell statt nach Schema

Pläne, Karten und Checklisten sind nur dann hilfreich, wenn sie tatsächlich zur Familie und zum Kind passen.

Reizampel
Frühzeichen von Belastung erkennen und passende Schritte vereinbaren.
Wochenplan
Termine, Anforderungen, Pausen und Erholungszeiten sichtbar machen.
Übergangsplan
Schwierige Wechsel vorhersehbarer und überschaubarer gestalten.
Gesprächsleitfaden
Beobachtungen und konkrete Wünsche für Gespräche mit Schule oder Kindergarten strukturieren.

Wie läuft Elterncoaching ab?

So viel Struktur wie hilfreich – so viel Flexibilität wie notwendig.

1. VERSTEHEN

Situation und Prioritäten klären

Welche Situationen belasten aktuell am meisten? Was wurde bereits versucht? Was funktioniert trotz allem gut?

2. VERÄNDERN

Wenige konkrete Schritte entwickeln

Wir wählen zunächst überschaubare Veränderungen aus, die im tatsächlichen Familienalltag erprobt werden können.

3. ANPASSEN

Prüfen, was tatsächlich hilft

Beim nächsten Termin betrachten wir, was funktioniert hat, wo Schwierigkeiten entstanden sind und was angepasst werden sollte.

Kann Elterncoaching auch ohne das Kind stattfinden?

Ja. Viele Themen lassen sich zunächst sehr gut mit den Eltern bearbeiten. Ob und wann das Kind einbezogen wird, hängt von Fragestellung, Alter, Entwicklungsstand und dem gewählten fachlichen Setting ab.

Elterncoaching oder Psychotherapie?

Elterncoaching / psychosoziale Beratung richtet sich vor allem an konkrete Fragen des Familienalltags, Orientierung, Kommunikation, Schule, Struktur und den Umgang mit belastenden Situationen.

Psychotherapie ist dagegen die Behandlung psychischer Beschwerden bzw. Störungen mit Krankheitswert und folgt einem eigenständigen psychotherapeutischen Behandlungsrahmen.

Manchmal zeigt sich im Erstkontakt, dass statt Coaching oder ergänzend dazu Psychotherapie für ein Elternteil, das Kind oder die Familie sinnvoller sein könnte. Welcher professionelle Rahmen passt, wird transparent gemeinsam geklärt.

MA-ART®

DI (FH) Miriam Auer, M.A.

Psychotherapeutin – Systemische Therapie / Systemische Familientherapie

Akademische Kunsttherapeutin · Psychosoziale Beraterin

Mein systemischer Hintergrund richtet den Blick nicht nur auf das Verhalten eines Kindes, sondern auf Beziehungen, Alltag, Anforderungen, Ressourcen und das gesamte Familiensystem.

MA-Art® Kompetenzpraxis für Neurodivergenz →

Häufige Fragen zum Elterncoaching

Braucht mein Kind eine Diagnose?

Nein. Für Elterncoaching ist keine Autismus- oder AD(H)S-Diagnose erforderlich. Ausgangspunkt sind die konkrete Situation, Ihre Fragen und die Belastungen im Familienalltag.

Muss mein Kind zum Termin mitkommen?

Nein. Elterncoaching kann zunächst ausschließlich mit einem oder beiden Elternteilen stattfinden. Ob eine spätere Einbeziehung des Kindes sinnvoll ist, wird individuell geklärt.

Ist Elterncoaching Psychotherapie?

Nein. Elterncoaching wird als psychosoziale Beratung angeboten. Wenn eine psychotherapeutische Behandlung erforderlich oder sinnvoll erscheint, wird ein entsprechender eigenständiger psychotherapeutischer Rahmen vereinbart.

Kann Elterncoaching online stattfinden?

Ja. Viele Fragen zu Struktur, Kommunikation, Schule oder Familienalltag lassen sich sehr gut online bearbeiten. Termine sind sowohl in der Praxis als auch per Zoom möglich.

Können Sie mit Schule oder Kindergarten Kontakt aufnehmen?

Wenn dies sinnvoll ist, kann nach ausdrücklicher Zustimmung und gesonderter Vereinbarung ein fachlicher Austausch oder eine Gesprächsvorbereitung erfolgen. Ohne Zustimmung werden keine persönlichen Informationen weitergegeben.

Wie viele Termine braucht man?

Das hängt vom Anliegen ab. Manche Familien benötigen nur wenige Termine für eine konkrete Fragestellung, andere möchten über einen längeren Zeitraum begleitet werden. Umfang und Frequenz werden gemeinsam festgelegt.

Gibt es auch Unterstützung bei Nachteilsausgleich, Diagnostik oder finanziellen Hilfen?

Ja. Solche Themen können im Rahmen psychosozialer Beratung eingeordnet und vorbereitet werden. Verbindliche Entscheidungen treffen jedoch die jeweils zuständigen Schulen, Diagnostikstellen, Behörden oder Versicherungsträger.

ELTERNCOACHING / PSYCHOSOZIALE BERATUNG

Konkrete Fragen gemeinsam sortieren

Wenn Sie zunächst klären möchten, ob Elterncoaching für Ihre Situation passend sein könnte, können Sie ein kostenfreies Orientierungsgespräch buchen. Für eine ausführliche Bearbeitung Ihres Anliegens stehen Termine in der Praxis oder online per Zoom zur Verfügung.

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